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22.06.2010

AG Kino-Gilde: BKM-Initiative zur Kinodigitalisierung noch ungeeignet

Der Vorstand der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. begrüßt die vielfältigen Initiativen im Bund und in den Ländern zur Unterstützung der Kinodigitalisierung. Wie die Expertenanhörung im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages aber gezeigt hat, sind am vorgestellten Modell des BKM unbedingt noch Korrekturen erforderlich, um praxistauglich zu sein: Programmkinos und Filmkunsttheater mit einem hohen Anteil deutscher und europäischer Filme müssen nach inhaltlichen Kriterien und ohne restriktive Regeln in das Förderkonzept des BKM aufgenommen werden. Die Annahme, dass die Programmkinos in Deutschland die DCI-Digitalisierung selbst oder über den Markt finanzieren könnten, zeugt von großer Unkenntnis der Kinowirtschaft.

Der Ansatz, nur Kinos mit einem ganz geringen Umsatz fördern zu wollen, geht völlig an der Praxis des Filmkunstmarkts vor. Während diese den geforderten Eigenanteil nicht leisten, geht der Großteil der Filmkunstkinos leer aus. Sie bekämen danach keine Förderung und könnten sich aber auch nicht mit den Angeboten der mit den Hollywood-Studios zusammenarbeitenden Drittparteien umrüsten. Diese sind für die Filmkunsttheater ungeeignet. Damit scheitert die Digitalisierung der Programm- und Filmkunstkinos.

Die AG Kino – Gilde e.V. warnt daher erneut vor einem Niedergang der Kino- und Programmvielfalt in Deutschland, wenn die Digitalisierung nach den Vorgaben Hollywoods erfolgt. Hollywood braucht keine finanzielle Hilfe, Filmkunst braucht Förderung – auch im Kino. Der Erhalt und der Ausbau der nationalen und europäischen Filmkultur dürfen deshalb nicht auf Produktionsförderung konzentriert bleiben.

Die Filmkunsttheater sind es, die sich für den deutschen und europäischen Film und hierbei insbesondere für den Autoren-, Nachwuchs-, Dokumentar- und Kurzfilm einsetzen. Mit den hieraus erwirtschafteten Erträgen können die erforderlichen Investitionen für die DCI-Digitalisierung aber nicht erwirtschaftet werden. Sie sind es daher, die die Förderung benötigen!

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20.01.2010

AG Kino-Gilde, AG Verleih, Kommunalkinos: Eckpunkteerklärung zur Kinodigitalisierung – Alternativmodell gefordert

Nachdem trotz des intensiven Bemühens der FFA einzelne Marktteilnehmer weiterhin eine Lösung für die nationale Filmförderung und ein Branchenmodell zur Digitalisierung blockieren, haben die AG Kino - Gilde e.V., die AG Verleih e.V. und der Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. eine Eckpunkteerklärung zur Kinodigitalisierung veröffentlicht. Darin heißt es: „Seit über zwei Jahren werden PublicPrivatePartnership- Branchenmodelle für eine flächendeckende Digitalisierung diskutiert, ohne dass ein Durchbruch erzielt werden konnte. Unverändert stehen die unterzeichnenden Verbände zu einem Branchenmodell mit einer nachhaltigen kulturellen und strukturellen Ausrichtung. Nachdem ein Erfolg aber kaum mehr wahrscheinlich erscheint, muss entsprechend der Bekundungen im FFA-Verwaltungsrat vom 16. Juni 2008 ein Alternativmodell für Kultur, Fläche und Mittelstand mit öffentlicher Unterstützung entwickelt werden.“ Sollte für diese Kinos keine Lösung gefunden werden, bestünde „die Gefahr, dass die Digitalisierung zum Instrument der Marktbereinigung wird, die insbesondere die Programm- und Filmkunstkinos sowie die traditionellen Kinos im ländlichen Raum bedrohen würde.“ Unmittelbar beträfe eine Marktbereinigung zudem nicht nur die unabhängigen Kinobetriebe, sondern auch den Markt für deutsche und europäische Filme und damit die europäische Produktionswirtschaft und viele mittelständische Verleihunternehmen. Die Förderung der Digitalisierung der Programm- und Filmkunstkinos durch FFA, BKM und die Länder ist demnach die logische und notwendige Ergänzung der Filmförderung.

Um die Kostenbelastung zu begrenzen, sei desweiteren die Abwärtskompatibilität der DCI-Spezifikation zu hinterfragen, sofern der bisherige Qualitäts- und Sicherheitsstandard gewährleistet bleibe. Die drei Verbände fordern zudem ein dezentrales Schlüssel- und Contentmanagement unter Aufsicht der FFA als neutraler Mittlerinstanz, um den freien Marktzugang zu gewährleisten

» Die ganze Erklärung zum Download als PDF

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23.06.2009

AG KINO – GILDE begrüßt Neumann-Modell zur flächendeckenden Digitalisierung

Der Verband der deutschen Filmkunst- und Programmkinos, die AG KINO – GILDE, begrüßt ausdrücklich die jüngste Initiative des Kulturstaatsministers Bernd Neumann, mit staatlichen Zuschüssen die flächendeckende Digitalisierung der Kinobranche in Deutschland zu unterstützen. Durch einen gemeinsamen Beitrag von Kinos, Filmverleihern und staatlicher Hilfe kann tatsächlich die Vielfalt der deutschen Kinolandschaft mit ihren Filmkunsttheatern und Kinos auch in kleinen Orten erhalten werden, eine Vielfalt, die insbesondere dem deutschen Film zugute kommt. Die AG KINO – GILDE appelliert daher an die Multiplex-Ketten, dieses neue Modell nicht zu gefährden. Sollte diese Initiative von den Kinokonzernen nicht aufgegriffen werden, offenbaren sie, dass ihr Hauptinteresse nicht in der gerechten Austarierung eines Filmförderungsgesetzes liegt, sondern in einer erhofften Marktbereinigung. Sollte dieses Modell nicht in den nächsten Monaten realisiert werden, muss für diesen Fall bereits jetzt eine Alternativplanung entwickelt werden, um den Bestand der Filmkunst-Kinos einerseits und der Kinos in der Fläche andererseits nicht zu gefährden.

Die Programmkinos begrüßen den entsprechenden Beschluss des FFA-Verwaltungsrates insbesondere auch deshalb, weil damit eine Neustrukturierung des Filmförderungsgesetzes verbunden werden soll. „Wir nehmen dieses Angebot als ernsthaftes Versprechen, über eine Entlastung bei der Kinoabgabe einerseits und der Ausgabepolitik andererseits zu verhandeln. Neben der zu hohen Abgabelast ist insbesondere der extreme Fokus auf die Produktionsförderung ein Problem“, so der Vorstand des Kinoverbandes. Es sollten nicht Unsummen in die Produktion von viel zu vielen Filmen gesteckt werden, es muss auch eine adäquate Abspielbasis dafür geben. Zudem muss Filmförderung in Deutschland, auf Bundes- wie Länderebene, vor allem eine Kinofilmförderung sein und darf nicht von Fernsehinteressen dominiert werden! „Mit den Mitteln zur Digitalisierung und mit einem neustrukturierten Filmförderungsgesetz wäre die deutsche Film- und Kinobranche optimal auf die Zukunft eingestellt. Jetzt muss allerdings auch gehandelt werden!“, so der Vorstand der AG KINO – GILDE.

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02.12.2008

HDF und AG KINO – GILDE – Gemeinsame Lösung für die Einführung der digitalen Projektion

HDF und AG KINO – GILD haben dem Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, für seine Initiativen zur Digitalisierung in einem gemeinsamen Brief gedankt und ihm ihre Zustimmung zur flächendeckenden Einführung der digitalen Projektion versichert.

Zahlreiche Beratungen unter Federführung des BKM und der FFA haben zu einem positiven Ergebnis geführt. Basis für die Umrüstung soll das sogenannte 100er-Modell werden, ergänzt um folgende kulturelle und strukturelle Komponente:

„Filmkulturell engagierte Kinos sind von der Zahlung des monatlichen Grundbetrags in Höhe von 100 EUR befreit, sofern sie im Vorjahr mit dem Kinoprogrammpreis des Bundes ausgezeichnet wurden oder mit dem entgeltlichen Abspiel von deutschen und europäischen Filmen einen nachgewiesenen Besucheranteil von mindestens 50% erzielt haben.

Gleiches gilt in Orten unter 20.000 Einwohnern für Leinwände in Filmtheatern mit bis zu vier Sälen, deren Kinokartenumsatz im Vorjahr weniger als 100.000 EUR betrug.“

Die Kinoverbände erwarten außerdem eine Kompensation der zusätzlichen Mehrkosten durch die Verleiher.

Nach mehrjähriger Vorarbeit ist damit ein Konzept gefunden worden, das in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden muss. Dabei wird es zunächst darum gehen, politische Entscheidungsträger in Bund, Ländern und Gemeinden zu überzeugen, der Filmwirtschaft bei der Finanzierung der Digitalisierung zu helfen.

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12.02.2008

Viele Kinos für den deutschen Film

Am Montag, 11. Februar fand im Rahmen der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin ein Pressegespräch der AG KINO – GILDE statt. VIELE KINOS FÜR DEN DEUTSCHEN FILM – unter diesem Motto fordert der Vorstand der AG KINO – GILDE die Förderung des deutschen und europäischen Films auch in den Kinos! Detlef Roßmann, Christian Bräuer und Renate Schönhütte stellten das Diskussionspapier des Arthaus-Verbandes vor.

Die bisherige Debatte zur Digitalisierung des deutschen Kinos ist inhaltlich arm und wirtschaftlich unzureichend. Die Digitalisierung des Kinos wird eine immense Wirkung auf die Kinolandschaft und auf die Filmbranche überhaupt haben. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Umrüstungsprozess viel teurer wird als bekannt ist.

Wer wird von der Umrüstung profitieren? Wie kann sichergestellt werden, dass Arthaus-Filme auch in Zukunft im Kino zu sehen sind? Und wie wird sich die technische Entwicklung auf die Herausbringung von Kinofilmen auswirken?

» Das Diskussionspapier finden Sie hier als PDF.

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17.07.2007

Memorandum und Positionspapier
zum Digitalen Roll-Out

Der Vorstand der AG KINO – GILDE hat sich ausführlich mit dem Digitalisierungsprozess beschäftigt. Die Positionen des Verbandes wurden in einem „Memorandum der AG KINO – GILDE zur Einführung des digitalen Kinos in Deutschland“ und in einem Positionspapier der AG KINO – GILDE zum Digitalen Roll-Out“ festgehalten.

» Den vollständigen Text des Memorandums finden Sie hier als PDF.
» Den vollständigen Text des Positionspapieres finden Sie hier als PDF.

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12.06.2007

Stellungnahme der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater zur Novellierung des FFG

Die letzte Novelle des Filmförderungsgesetzes hat die bestehenden Ungleichheiten bei der Mittelvergabe an die verschiedenen Einzahlergruppen nicht nur fortgesetzt, sondern verschärft. Es besteht zudem ein deutliches Missverhältnis zwischen dem Anteil des Kinos an der Wertschöpfungskette und dem Anteil an den geleisteten Beiträgen. Die Filmförderung muss sich nun auf das wichtigste Auswertungsfenster, das Kino, konzentrieren. Im Zuge dessen muss, nicht nur im Hinblick auf die anstehende Digitalisierung eine deutliche Entlastung der Kinobranche vorgenommen werden. Dabei muss auch eine stärkere Förderung des Arthouse-Segments erfolgen. Hierbei ist die besondere Wertigkeit der Filmkunst- und Programmkinos für das Kulturgut Film und deren wichtige soziale sowie kulturelle Aspekte erkennbar zu würdigen.

» Den vollständigen Text der Stellungnahme finden Sie hier als PDF.

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