Gute Praxis – aktiv bleiben

Hier stellen wir euch gute Ideen für die Zeit der Schließung der Kinos vor.

Wichtig ist es mit den Besuchern im Gespräch zu bleiben. Informiert über die vorübergehende Schließung auf der Startseite der Homepage. Kommuniziert über eure Social Media Kanäle. Schaut euch an, wie andere Kinos das machen. Hier darf man sicher gerne Formulierungen und Ideen übernehmen.

#zurückinskino

Unter diesem Hashtag haben einige Kinobetreiber*innen eine Seite aufgebaut, die gute Ideen für die Zeit der Schließung und darüber hinaus bündelt. Mehr dazu gibt es auf Facebook und unter https://zurueckinskino.de.

Bitte unbedingt liken und teilen!

Gutscheinverkauf:

Zahlreiche Mitglieder berichten über große Erfolge beim Verkauf von Gutscheinen. Die Menschen zeigen sich zum Teil höchst solidarisch und kaufen bereits jetzt online Gutscheine für die Zeit danach.

Wichtig ist eine gute Kommunikation! Bitte weist gleich auf der Startseite der Kinowebseite darauf hin. Startet Kampagnen auch über Social Media.

Eine Idee, die zwischen Spende und Gutschein liegt ist der Verkauf von Tickets für „Geistervorstellungen“. Hier werden einfach Tickets für Events angeboten, die auf einen bestimmten Zeitpunkt terminiert sind, dann aber „vor leerem Haus“ also eigentlich nicht stattfinden.

Spendenaktionen:

Einige Kinos gehen bereits über den Gutscheinverkauf hinaus und starten Spendenaktionen. Dies kann man selbst organisieren, oder man nützt Online-Tools für Crowdfunding und Projektfinanzierung. Einige Plattformen bieten bereits spezielle Werkzeuge für kleine, lokale Unternehmen an.

Beispiele:
https://www.startnext.com
https://de.gofundme.com

Wichtig: Die Menschen erwarten auch ein kleines Zeichen für die Spendenbereitschaft. Einige Kinos haben für die Zeit nach der Schließung bereits „Spendengalas“ für alle Unterstützer in Aussicht gestellt.

33 Berliner Kinos starten Spendenkampagne
Die Berliner Programmkinos haben sich zusammengeschlossen und eine Unterstützungskampagne auf Startnext initiiert. Die Aktion startet am Freitag, 27. März 2020 und ist hier zu finden https://www.startnext.com/fortsetzungfolgt

Alle über diese Seite erzielten Spendeneinnahmen werden an die teilnehmenden Berliner Programmkinos verteilt, die hoffen, damit zumindest einen kleinen Teil ihrer Ausgaben decken zu können. Gleichzeitig sei auch die Politik gefragt, schnell und unkompliziert finanzielle Unterstützung zu geben, so wie es das Medienboard Berlin-Brandenburg bereits angekündigt hat.

Startnext-Kampagne für das Metropol in Chemnitz
Auch Maret Wollf vom Metropol Kino in Chemnitz, hat diese Möglichkeit genutzt und eine Kampagne unter der Überschrift Chemnitz ältestes Kino für die ganze Familie braucht Ihre Unterstützung auf Startnext begonnen. Zu finden unter www.startnext.com

Arsenal Tübingen startet „Filmplakat-Challenge“
Damit die Schaukästen nicht leer bleiben hat das Arsenalkino Tübingen einen Wettbewerb zur Gestaltung von Filmplakaten in Corona-Zeiten gestartet. Mehr dazu hier Infoblatt-Arsenal-Tübingen

Schaukästenvermietung

Einige Kollegen bieten ihre Außenwerbeflächen nun lokalen Unternehmen an. Das belebt die Flächen und bringt auch etwas Geld ein.

 

Was macht ihr?
Da wir eine visuelle Branche mit einem hohen Anspruch an Service und Kundenorientierung sind, möchten wir euch bitten, uns eure Kommunikation mit euren Kinobesucher*innen mit einem Foto oder Link zu übermitteln.
Mit welchen kreativen Ideen sprecht ihr in diesem gesellschaftlich-kulturellen Ausnahmezustand eure Gäste über die Kinowebseiten, eure Social Media Kanäle, Werbetafeln – falls möglich, in den Schaukästen oder mit Aushängen an?

Wir freuen uns über eure Fotos, Initiativen und Kommentare über kontakt@agkino.de.
Bitte markiert die @agkinogilde auf euren Posts bei Instagram und Facebook, damit wir sie teilen können!

Filme in der kinofreien Zeit – Umgang mit Streaming

Kinos sind Kurator*innen! Sie wissen, was ihr Publikum sehen will und kennen sich mit Filmen aus. Das Internet ist voll von Streaming und Filmangeboten. Egal ob Abo, TVoD oder öffentlich rechtliche Sender. Kinomacher*innen können jetzt ihrem Publikum beratend zur Seite zu stehen und über die eigene Webseite oder Social Media Filme empfehlen. Manche bieten dann sogar virtuelle Filmgespräche an. Mit Kino on Demand oder Mubi gibt es auch Firmen, die mit Kinos kooperieren und gute Repertoire-Filme anbieten.

Die AG Kino – Gilde aber auch zahlreiche Branchenvertreter*innen stehen Modellen skeptisch gegenüber, die jetzt aktuelle Filme anstatt im Kino direkt auf VoD auswerten wollen. Wir glauben, dass solche gut gemeinten Modelle angesichts der Filmflut im Netz kaum einen Mehrwert bringen und am Ende das Geschäftsmodell Kino gefährden können. Wir wollen gute Filme nach der Schließung im Kino zeigen und nicht jetzt online „verheizen“!