Neueste Meldungen im Überblick

31.03.2014

130 Kinos haben abgestimmt: Programm des 20 JAHRE ARTHAUS-Festivals komplett – STUDIOCANAL bringt 20 Klassiker wieder auf die große Leinwand

Das Programm des 20 JAHRE ARTHAUS-Kinofestivals, mit dem STUDIOCANAL den 20. Geburtstag seiner Marke ARTHAUS feiert, ist jetzt komplett. Nachdem 10 Titel bereits feststanden, haben nun 130 Kinobetreiber weitere Filme gewählt, die ab 5. Juni erstmals digital auf den Kinoleinwänden zu sehen sein werden. An der Abstimmung haben Betreiber von Filmkunstkinos teilgenommen, die in der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. zusammengeschlossen sind.

Die meisten Stimmen haben folgende Filme erhalten, die damit jetzt das Programm des 20 JAHRE ARTHAUS-Festivals komplettieren: „Down By Law“ und „Night On Earth“ von Jim Jarmusch, „Der Prozess“ (Orson Welles), „Das Fest“ (Thomas Vinterberg), „Der Elefantenmensch“ (David Lynch), „The Doors“ (Oliver Stone), „Trafic – Tati im Stoßverkehr“ (Jacques Tati), „Angst essen Seele auf“ (Rainer Werner Fassbinder) und „Das Siebente Siegel“ (Ingmar Bergman).

Bereits vorher standen diese Filme fest: „Out Of Rosenheim“ (Percy Adlon), „Fitzcarraldo“ (Werner Herzog) „Außer Atem“ (Jean-Luc Godard), „Apocalypse Now Redux“ (Francis Ford Coppola), Jean Renoirs‘ „Die große Illusion“, Mike Nichols‘ „Die Reifeprüfung“ sowie „Die durch die Hölle gehen“ (Michael Cimino), „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ (Nicolas Roeg), „Der Englische Patient“ (Anthony Minghella) und „Das Piano“ (Jane Campion), sowie „Die Blechtrommel – Director’s Cut“ (Volker Schlöndorff), deren Kinorechte STUDIOCANAL zuletzt erworben hat. STUDIOCANAL bietet den Kinobetreibern alle 20 Filme in einem Filmfestival-Paket an, das insbesondere während der WM- und Open-Air-Saison gebucht werden kann.

Hooman Afshari, Head of Sales von STUDIOCANAL kommentiert: „Das 20 JAHRE ARTHAUS-Kinofestival feiert die Filmkunst und die Leidenschaft für das Besondere. Wir freuen uns sehr über das besonders starke Feedback der Kinomacher und auch die vielen inhaltlichen Einschätzungen, wie man dieses Ereignis zum Erfolg bringen kann. Gemeinsam wollen wir ein cinephiles Publikum über den Sommer in die Häuser und die Open-Air-Kinos holen und diese Klassiker in nie dagewesener Qualität neu erlebbar machen.“

Für die AG Kino – Gilde e.V. ist die Aktion von STUDIOCANAL beispielgebend. Viel zu oft scheitern Repertoire-Aufführungen an ungeklärten Rechten und zunehmend an nicht vorhandenen digitalen Kopien. „Unsere Mitglieder sind begeistert und wir wünschen uns noch mehr davon“, so Geschäftsführer Felix Bruder.

ARTHAUS wurde 1994 gegründet und verschreibt sich seitdem der Welt des besonderen Films: Herausragende Filme des internationalen Independent-Kinos, Klassiker der Filmgeschichte, große Kino-Dokumentarfilme, aber auch umstrittene Meisterwerke – ARTHAUS schafft Öffentlichkeit für Filme fernab der Blockbusterwelt. Mit seinem besonderen Engagement für den deutschen Film leistet ARTHAUS einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung und Förderung der deutschen Filmkultur. Dabei finden preisgekrönte Meisterwerke ebenso Beachtung wie ambitionierte Filme junger deutscher Regisseure.

Inzwischen umfasst das Programm mehr als 1.000 Veröffentlichungen auf DVD und Blu-ray, darunter zahlreiche Werkausgaben weltbekannter Regisseure und Sondereditionen wie die Reihen „Arthaus Premium“, „Arthaus Collection“ und „Arthaus Close-Up“. Durch eine anspruchsvolle Aufbereitung und erstklassige Gestaltung gelten die Veröffentlichungen unter Filmfans als begehrenswerte Sammlerstücke.

Über STUDIOCANAL:
Als Tochter der CANAL+-Gruppe ist STUDIOCANAL eines der führenden europäischen Filmunternehmen. Es ist in Koproduktion, Einkauf und Distribution internationaler Spielfilme auf sämtlichen Vertriebswegen aktiv: Kino, DVD & Blu-ray, TV und Video on Demand. Als einziges Studio ist es in den drei wichtigsten europäischen Ländern Frankreich, Großbritannien und Deutschland tätig. Jährlich vertreibt es in Europa rund 50 Filme. In Australien und Neuseeland ist STUDIOCANAL seit der Übernahme von Hoyts Distribution im Juli 2012 ebenfalls aktiv. In Deutschland ist STUDIOCANAL einer der bedeutendsten Filmverleiher und ein führender Anbieter von DVDs und Blu-rays. Außerdem ist das Unternehmen in der Produktion von Kinofilmen sowie im TV-Lizenzhandel und den Neuen Medien aktiv. Das Unternehmen ist aus der 1984 gegründeten KINOWELT hervorgegangen und kann im deutschsprachigen Raum auf eine Bibliothek von über 7.000 Titeln zurückgreifen. Mit dem Label ARTHAUS verfügt das Unternehmen über die führende Marke für den besonderen Film.

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31.03.2014

Kinoton stellt Geschäftsbetrieb ein

Die Gesellschafter der Kinoton GmbH, Renate Zoller und Christoph Dobler, haben beschlossen, die Gesellschaft zu liquidieren und den aktiven Geschäftsbetrieb zum 31. März einzustellen. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung. Kinoton und seine Mitarbeiter habe seit mehr als 65 Jahren für innovative Produktentwicklungen in der Kinotechnik und einen erstklassigen und schnellen Service für Kunden und Vertragspartner gestanden.

Als Grund für diesen Schritt nennt Kinoton das "extrem veränderte Marktumfeld", zu dem die Digitalisierung der Film- und Kinobranche geführt habe. Dessen neuen Gesetzen werde das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr gerecht. Vielmehr würden die Herausforderungen des digitalen Zeitalters nach "neuen Konzepten und Ideen mit Schwerpunkten im Software- und Dienstleistungsbereich" verlangen.

Die Marke Kinoton wird jedoch in neuer Form und als neue Gesellschaft weiterleben. Mit Kinoton Cine Perfect und dem Kinoton Remote Service habe man gute Voraussetzungen für ein neues Zukunftskonzept geschaffen. "Wir freuen uns sehr, dass langjährige und erfahrene Mitarbeiter der Kinoton GmbH die Bereiche Produktvertrieb und Beratung sowie Wartung und Service in einer neuen Gesellschaft unter der Firmierung 'Kinoton Digital Solutions GmbH' fortsetzen werden. Damit werden nahtlos auch in Zukunft eine professionelle Kundenbetreuung und der gewohnt gute und flächendeckende Service für die von der Kinoton GmbH gelieferten Produkte gewährleistet sein", so eine Unternehmensmitteilung.

Die Kinoton GmbH werde selbstverständlich alle Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern ordnungsgemäß erfüllen. Mehr Informationen zur Kinoton Digital Solutions GmbH finden Sie unter www.kinoton.eu.

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19.03.2014

Die AG Kino – Gilde e.V. auf der didacta 2014 in Stuttgart

Karl Baumgartner

Die didacta findet vom 25. bis 29.03.2014 statt und gilt als größte internationale Bildungsmesse. Sie bietet ein Angebot von mehr als 900 Ausstellern und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrer, Erzieher, Ausbilder, Pädagogen und pädagogische Fachkräfte. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen zur didacta, um hier Wege für die Bildung der Zukunft zu finden und sich auszutauschen.

Auch wir haben am 25.03.2014 im Rahmen des Programms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" gemeinsam mit anderen Verbänden und Initiativen die Möglichkeit unsere Projekte KidsFilm, Cinéfête und Britfilms in Stuttgart vorzustellen.

Wir freuen uns über einen Besuch von Ihnen an unserem Stand.

Claudia Nowak
Koordination KIDSFILM
Landesmesse Stuttgart
Messepiazza 1
70629 Stuttgart
Halle 4, Standnr. A20/A28
Messestand des BMBF

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19.03.2014

Die AG Kino – Gilde e.V. trauert um Karl Baumgartner

Karl Baumgartner

Mit tiefer Betroffenheit nehmen wir von Karl Baumgartner Abschied, der am Dienstag nach schwerer Krankheit in Frankfurt verstarb.

Baumgartner, der noch im Februar mit der Berlinale Kamera geehrt wurde, war maßgeblich für die Entwicklung der deutschen Arthouse-Branche. Mit der Gründung des Verleihs Pandora brachte er Ikonen der Filmkunst, wie Chen Kaige, Jane Campion, Aki Kaurismäki, Jim Jarmusch oder Emir Kusturica nach Deutschland und war damit identitätsstiftend für den deutschen Arthouse Markt. Viele Kinobetreiber ließen sich von seinem Gespür für gute Filme inspirieren. Ein Gespür, das er nicht nur als Verleiher, sondern auch als Produzent unter Beweis stellte und durch das Filme entstanden, die den Begriff der Filmkunst für immer prägen werden.

Wir werden dich vermissen!
Vorstand, Mitglieder und Geschäftsstelle der AG Kino – Gilde e.V.

» Eine Würdigung von Pandora (PDF)

Foto: Andreas Teich © Berlinale 2014

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19.03.2014

Joachim A. Birr erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden des FFA-Präsidiums gewählt

Joachim A. Birr, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes Audiovisueller Medien (BVV), wurde erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden des FFA-Präsidiums gewählt. Das Präsidium bestätigte ihn somit in seiner Funktion, die er bereits in der voraufgegangenen Legislaturperiode seit 2009 innehatte.

Im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung legte das FFA-Präsidium darüber hinaus auf seiner ersten Sitzung unter dem neuen Präsidenten Staatsminister a. D. Bernd Neumann Zielsetzungen für die laufende Legislaturperiode fest. Dazu zählt u.a. die im neuen Filmförderungsgesetz geforderte Umsetzung von Evaluierungsmaßnahmen in Bezug auf bisherige und künftige Einzahlergruppen. Außerdem befasste sich das Gremium mit den Eckpunkten für das künftige Procedere im Hinblick auf Veränderungen des FFG unter Einbindung von Anregungen aus der Filmwirtschaft.

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01.03.2014

Medienkooperation der unabhängigen Berliner Kinos

Ab März 2014 werden die unabhängigen Berliner Kinos ihr vielfach prämiertes Programm in einem gemeinsamen Medienauftritt präsentieren. Das Angebot umfasst das Monatsmagazin INDIEKINO BERLIN, das ab dem 6. März in den teilnehmenden Kinos sowie an 200 weiteren Verteilstellen in Berlin ausliegt, ein Programmplakat, das an 450 Indoor- und Outdoor-Locations über das gesamte Wochenprogramm der Kinos informiert und die Webseite www.indiekino.de, die ab Mitte März ausführliche Programm- und Filminformationen auf Deutsch und Englisch bereitstellt und damit auch die internationalen Berliner Besucher und Bewohner anspricht.

Indiekino

In allen teilnehmenden Kinos – das sind derzeit: Hackesche Höfe Kino (Mitte), ACUDkino (Mitte), Sputnik Kino (Kreuzberg), fsk-Kino am Oranienplatz (Kreuzberg), Eiszeit Kino (Kreuzberg),Filmrauschpalast Moabit (Moabit), Eva Lichtspiele (Wilmersdorf), Bundesplatz Kino (Wilmersdorf), filmkunst 66 (Charlottenburg), Bali Kino (Zehlendorf), Tilsiter Lichtspiele (Friedrichshain), Kino Zukunft (Friedrichshain) und Xenon (Schöneberg) – erhalten Besucher ermäßigten Eintritt mit dem „Gildepass“ der AG Kino – Gilde.

Die Kooperation wird unterstützt vom Medienboard Berlin-Brandenburg und umgesetzt von der INDIEKINO BERLIN UG.

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18.02.2014

Berlinale Nachlese

Mit der Verleihung des Gilde-Preises an Richard Linklater für BOYHOOD ist nun auch für die AG Kino – Gilde die Berlinale zu Ende gegangen. Wir haben unsere Screenings im Hackesche Höfe Kino dieses Jahr auf über 50 Filme ausgeweitet. Das Programm kam insgesamt sehr gut an und lässt auf ein paar gute Kinowochen im Frühjahr hoffen.

Sehr gut besucht war dieses Jahr auch unser gemeinsamer Empfang MEET THE ART CINEMAS, den wir mit der CICAE und MEDIA Salles durchgeführt haben. Neben zahlreichen Mitgliedern und Branchenteilnehmern fanden sich auch einige Filmpolitiker aus dem Bund und den Ländern ein. Eberhard Junkersdorf wurde beim Empfang als langjähriger FFA-Präsident durch den Verband geehrt. (Bilder)

Über 100 Mitglieder besuchten am ersten Berlinale-Samstag die Mitgliederversammlung der AG Kino – Gilde. Neben dem Bericht aus Vorstand und Geschäftsstelle standen dabei traditionell die filmpolitischen Themen im Vordergrund. Große Unterstützung bei den Mitgliedern fand der Vorstoß den durchschnittlichen Leihmietensatz auf 39% zu senken. Die weitere Strategie hierzu wurde ebenso lebhaft diskutiert wie das Auswertungsfenster.

Zum Nachlesen finden Sie hier die Präsentationen zu:

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17.02.2014

„MEET the ART-CINEMAS“ – Berlinale Reception der europäischen Filmkunsttheater

Impressionen des Empfangs der AG Kino – Gilde e.V., CICAE und Media Salles im Oxymoron zur 64. Berlinale am 8. Februar 2014:

Fotos: Stefan Zeitz

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15.02.2014

Der Preis der AG Kino – Gilde Jury im Wettbewerb geht an BOYHOOD

Im Rahmen der heutigen Preisverleihungen der unabhängigen Jurys in der Saarländischen Landesvertretung, vergab die Jury der AG Kino – Gilde den Preis für den besten Film des Wettbewerbs an BOYHOOD von Richard Linklater. Silvia Bahl, Adrian Kutter und Florian Lampersberger übergaben den Preis der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater persönlich an den Regisseur.

Cathleen Sutherland (Produzentin), Florian Lampersberger, Adrian Kutter, Silvia Bahl, Richard Linklater (Regisseur)

Begründung der GILDE-JURY der AG Kino-Gilde für „BOYHOOD“:

Vor 12 Jahren begann der Independent-Regisseur die Dreharbeiten zu diesem Werk, das viel mehr ist als ein Coming-of-Age-Film, auch wenn sein Titel die Knabenzeit des Übergangs zum erwachsen werden bezeichnet. Es ist eine warmherzige, humorvolle und genau beobachtete Reflexion über die Jugend, genauer gesagt das Aufwachsen eines Jungen in den Vereinigten Staaten nach der Jahrtausendwende. Zu Beginn sind der Hauptdarsteller Ellar Coltrane und dessen filmische Schwester, Linklaters Tochter Lorelei, noch im zarten Alter der Einschulung. Jeden Sommer wurde an nur drei Drehtagen der Film über die Jahre fortgeführt, bis zum Eintritt der Kinder in die Universität und damit ins Erwachsensein.

Linklater gelingt so eine völlig singuläre Art der Spielfilm-Inszenierung, drei Stunden Kino werden zu einer wunderbar verdichteten Zeiterfahrung menschlicher Entwicklung.

Und auch inhaltlich ist BOYHOOD außergewöhnlich und bereichernd. Er erzählt die Geschichte eine Patchwork-Familie auf eine Art, die ermutigt, berührt und erheitert.

Schon zu Beginn sind die sehr jungen Eltern der beiden Geschwister, gespielt von Ethan Hawke und Patricia Arquette, schon geschieden, so dass Komplikationen vorprogrammiert scheinen. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten bekennen sich beide zur erzieherischen Verantwortung, die jeder auf seine Weise erfüllt, trotz des eigenen Lebensweges, neuer Partner und neuen beruflichen Entwicklungen.

Linklater zeigt, dass die elterliche Trennung nicht zwingend zu tiefen seelischen Verletzungen führen muss, wenn bedingungslose Loyalität und gegenseitige Unterstützung für die Kinder gegeben sind, eine wichtige Beobachtung angesichts der strukturellen Veränderungen der Familie, die viele Menschen heutzutage erleben. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich nicht nur die Geschwister verändern, sondern auch ihr gesamtes Umfeld. Und so schafft es Linklater, das Leben als Prozess des ständigen Werdens auf eine Weise einzufangen, die Freude macht und in jeder Szene des Alltäglichen das Besondere zu finden vermag.

Auch hier ist es wieder dem Teamwork am Drehbuch mit seinen Darstellern zu verdanken, dass in der Länge des Films niemals Langeweile aufkommt, pointierte Dialoge und eine sehr humorvolle Erzählweise machen den Film zu einem Publikumserfolg, wie schon die „Before“-Trilogie.

Bereits 1995 erhielt Linklater persönlich von Adrian Kutter den Gilde-Preis für „Before Sunrise“ – und wir freuen uns sehr, ihn nach 19 Jahren erneut an den sympathischen Independent-Regisseur und seinen herausragenden Film BOYHOOD vergeben zu dürfen.

Geschrieben von Silvia Bahl.

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12.02.2014

Christian Bräuer ins Präsidium der FFA gewählt

Bei der heutigen konstituierenden Sitzung des FFA-Verwaltungsrates wurde der Vorsitzende der AG Kino – Gilde, Christian Bräuer ins Präsidium gewählt. Damit vertritt seit langem wieder der Verband der Arthouse Kinos und Filmkunsttheater die Interessen der Kinos in der FFA Für den Verband ist das ein großer Erfolg aber auch eine wichtige Chance. Sind es doch gerade die Mitglieder der AG Kino – Gilde, die sich in ganz überwiegendem Maße für den deutschen Film einsetzen.

Zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates und damit zugleich zum Präsidenten der FFA wurde der ehemalige Kulturstaatsminister Bernd Neumann gewählt.

Wir gratulieren herzlich!

Foto: Stefan Hoyer

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10.02.2014

AG Kino – Gilde Jury im Wettbewerb der 64. Berlinale

Florian Lampersberger (Marias Kino, Bad Endorf), Silvia Bahl (Düsseldorfer Filmkunstkinos) und Adrian Kutter (Biberacher Filmfestspiele)

Die Jury der AG Kino – Gilde vergibt ihren Preis an einen Film des Wettbewerbs der 64. Berlinale. In einer öffentlichen Preisverleihung wird der Preis, zusammen mit anderen Preisen unabhängiger Jurys der Berlinale, am Samstag, den 15. Februar um 12:00 Uhr in der Saarländischen Landesvertretung übergeben. Als unabhängig gelten Jurys, die ihre Preise im Namen externer, vom Festival unabhängiger Organisationen und Institutionen vergeben.

Zur 63. Berlinale 2013 vergab die Jury ihren Preis an den Film GLORIA von Sebastián Lelio und würdigte vor allem die großartige Leistung der Hauptdarstellerin Paulina Garcia.

Seit 1990 vergibt eine Jury – bestehend aus drei Mitgliedern der Gilde – den Preis der deutschen Filmkunsttheater für den besten Film aus dem Wettbewerb der Berlinale. Seit 2004 wird die Auszeichnung gemeinsam von Kinobetreibern der AG Kino und der Gilde dt. Filmkunsttheater vergeben.

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05.02.2014

64. Berlinale 2014: Der Countdown läuft

Am morgigen Donnerstagabend werden die 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin (6.–16. Februar 2014) mit einer festlichen Gala im Berlinale Palast am Potsdamer Platz eröffnet.

Vom 7. bis 14. Februar 2014 veranstaltet die AG Kino – Gilde e.V. bereits zum 12. Mal die Screenings während der Berlinale im Hackesche Höfe Kino. In täglich sieben Vorstellungen präsentieren Verleiher rund 50 Filme weit vor dem Bundesstart.

Wir wünschen allen Besuchern der Internationalen Filmfestspiele Berlin und der AG Kino – Gilde Screenings während der Berlinale eine schöne Festivalzeit.

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05.02.2014

Berlinale Goes Kiez

Der „Fliegende Rote Teppich“ der Berlinale ist auch 2014 wieder in der Stadt unterwegs und wird in folgenden sieben Programmkinos für jeweils einen Abend Station machen:

  • Eva Lichtspiele (Wilmersdorf)
  • Toni & Tonino (Weißensee)
  • Adria (Steglitz)
  • filmkunst 66 (Charlottenburg)
  • Passage (Neukölln)
  • Thalia Programm Kino (Potsdam-Babelsberg)
  • Eiszeit Kino (Kreuzberg)

Vom 8. Februar bis 14. Februar 2014 wird jeweils eines der oben genannten Programmkinos für einen Abend zusätzlicher Spielort des Festivals und präsentiert ausgewählte Filme aus dem Berlinale-Programm. Die Filmteams stellen ihre Werke im Kiez persönlich vor, diskutieren im Anschluss an die Vorführung mit den Gästen über ihre Filme und stehen für Fragen zur Verfügung. Neben dem Filmteam heißt zusätzlich ein Kinopate das Publikum auf dem kleinen Roten Teppich willkommen: Ein prominenter Filmschaffender steht jeweils für eines der Kiez-Kinos Pate, erzählt seine persönliche Kino-Geschichte und unterstützt so die kulturelle Arbeit „seines“ Lieblingskinos.

Eva Lichtspiele, Samstag, 8. Februar 2014
Den Auftakt der Sonderreihe übernimmt der Stummfilm Faust. Eine deutsche Volkssage von 1926 aus der Sektion Retrospektive mit einer filmhistorischen
Einführung durch einen Vertreter der Deutschen Kinemathek

  • 18:30 Uhr „Faust. Eine deutsche Volkssage“ von Friedrich Wilhelm Murnau (Retrospektive)
  • 21:30 Uhr „Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson (Wettbewerb)

filmkunst 66, Dienstag, 11. Februar 2014
Die umfangreich renovierte filmkunst 66 empfängt Filmgäste aus dem Forum und Panorama Special in neuem Glanz.

  • 18:30 Uhr „Töchter“ von Maria Speth (Forum)
  • 21:30 Uhr „Things People Do“ von Saar Klein (Panorama Special)

Passage, Mittwoch, 12. Februar 2014
Als Kinopatin der Passage wird Yasemin Şamdereli erwartet, die schon 2011 mit ihrem Film „Almanya – Willkommen in Deutschland“ hier im Kiez als Gast gefeiert wurde.

  • 18:30 Uhr „Kraftidioten“ von Hans Petter Moland (Wettbewerb)
  • 21:30 Uhr „She’s Lost Control“ von Anja Marquardt (Forum)

Thalia Programm Kino, Donnerstag, 13. Februar 2014
Der „Fliegende Rote Teppich“ zieht an diesem Tag über die Stadtgrenzen hinaus und bringt die Filmteams ins Programmkino nach Potsdam-Babelsberg.

  • 18:30 Uhr „Hoje eu quero voltar sozinho“ von Daniel Ribeiro (Panorama)
  • 21:30 Uhr „Kreuzweg“ von Dietrich Brüggemann (Wettbewerb)

Eiszeit Kino, Freitag, 14. Februar 2014
Zum ersten Mal zu Gast im Eiszeit Kino in Kreuzberg empfängt „Berlinale Goes Kiez“ gemeinsam mit dem Kulinarischen Kino die Gäste auf dem Roten Teppich.

  • 18:30 Uhr „I Cavalieri della Laguna“ von Walter Bencini (Menü nach dem Film in der Markthalle Neun) (Kulinarisches Kino Goes Kiez)
  • 21:30 Uhr „Washingtonia“ von Konstantina Kotzamani, „Three Stones for Jean Genet“ von Frieder Schlaich, „Zu seinem Herzen“ von Ewa Borysewicz, „Optical
    Sound“ von Elke Groen, Christian Neubacher, „Tant qu´il nous reste des fusils à pompe“ von Caroline Poggi, Jonathan Vinel (Berlinale Shorts Goes Kiez)

Das vollständige Programm von „Berlinale Goes Kiez“ finden Sie unter www.berlinale.de.

Wir freuen uns sehr für die ausgewählten Berliner Mitgliedskinos und wünschen allen Beteiligten eine erfolgreiche Berlinale.

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30.01.2014

Bundesverfassungsgericht: Filmabgabe nach dem Filmförderungsgesetz ist verfassungsgemäß – Stellungnahme des Vorstands der AG Kino – Gilde

Der Vorstand der AG Kino – Gilde e.V. freut sich über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die nicht nur nach zehnjährigem Streit für Rechtssicherheit sorgt, sondern auch ebenso den Handlungsspielraum wie den Auftrag der nationalen Filmförderung für die künftige Weiterentwicklung definiert.

„Es ist beeindruckend, wie tiefgründig sich die Karlsruher Richterinnen und Richter mit den komplexen Fragen der Filmförderung befasst haben und wie pointiert sie die elementaren Möglichkeiten und Ziele einer verfassungskonformen Bundesgesetzgebung definieren. Vor allem sind wir sehr froh, mit welcher Klarheit das Verfassungsgericht unterstrich, dass Kinofilme gleichermaßen Kultur- und Wirtschaftsgüter seien und die kreativ-künstlerischen Zielsetzungen des FFG in keinem Widerspruch zum Streben nach wirtschaftlichem Erfolg stehen“, so der Vorsitzende Christian Bräuer. So stellt das Gericht fest, dass ein Staat, der sich von Verfassung wegen als ‚Kulturstaat‘ begreift, auch bei wirtschaftsbezogenen Regelungen Schonung, Schutz und Förderung der Kultur in Bedacht nehmen kann.

Mit seiner Entscheidung stützt das Bundesverfassungsgericht die Auffassung, die der Verband – dessen Mitglieder sich als leidenschaftliche Kulturvermittler auf gewerblicher Basis verstehen – seinen Stellungnahmen zum Ausdruck gebracht hat. Sie stärkt gleichermaßen alle Kreativen, Verleiher und Kinos, die für einen ebenso qualitätsorientierten wie erfolgreichen deutschen Film stehen. Christian Bräuer: „Jetzt gilt es, die Chancen und Handlungsspielräume zu nutzen und Kreativität und Qualität der deutschen Filme nachhaltig zu steigern.“

„Nicht minder von Bedeutung für die gesamte mittelständische Kinowirtschaft ist es zudem, dass Karlsruhe auch den Zweck der Kinoförderung herausstellt, der auf ‚Struktursicherung und Strukturverbesserung im Interesse einer bundesweit attraktiven Kinolandschaft gerichtet‘ ist. Damit stützt das Gericht auch die sehr erfolgreichen Kinoförderungen der FFA“, fügt Christian Bräuer hinzu.

Der Vorstand der AG Kino – Gilde e.V. hat sich stets zur nationalen Filmförderung bekannt und sich in zwei Stellungnahmen an der Anhörung des Bundesverfassungsgerichts beteiligt.

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29.01.2014

Programm der AG Kino – Gilde Screenings während der Berlinale

Die Screenings der AG Kino – Gilde während der Berlinale werden auch in diesem Jahr im Hackesche Höfe Kino stattfinden, vom 7. bis 14. Februar 2014. Das Programm wurde in diesem Jahr um eine Schiene erweitert: In täglich sieben Vorstellungen präsentieren Verleiher rund 50 Filme weit vor dem Bundesstart. Die Filmvorführungen finden ab 10:00 Uhr im Hackesche Höfe Kino (Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin) statt, das Kino wird ab 9:00 Uhr geöffnet sein.

Um den brancheninternen Charakter der Screenings zu gewährleisten, haben nur akkreditierte Berlinale-Besucher, Mitglieder der AG Kino – Gilde und Gäste des Verleihs Zutritt zu den Vorführungen. Pressevertreter haben grundsätzlich nur Zutritt auf persönliche Einladung des jeweiligen Verleihs. Die Kataloge zu den Screenings werden am SPIO-Counter am Potsdamer Platz und im Hackesche Höfe Kino ausliegen.

Hackesche Höfe Kino
Haltestellen: Hackescher Markt
S-Bahn: S3, S5, S7, S75
Tram: M1, M4, M5, M6
U-Bahn: U8 Weinmeisterstraße

Hof 1, Aufgang links „KINO“, 3. Etage
Das Kino verfügt über keinen Aufzug.

» Screenings 2014: Katalog mit Timetable (PDF)
» Screenings 2014: Kalender-Abonnement für iCal und Co (Webcal)

Wir wünschen Ihnen beeindruckende Filme und eine erfolgreiche Zeit zur 64. Berlinale!

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28.01.2014

Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Filmabgabe nach dem Filmförderungsgesetz ist verfassungsgemäß

Das Bundesverfassungsgericht entschied mit seinem heutigen Urteil über die Verfassungsmäßigkeit des Filmförderungsgesetzes und hat damit die Klage von UCI abgewiesen! Die Regelungen des Filmförderungsgesetzes zur Filmabgabe sind verfassungsgemäß, der Bund kann sich hierfür auf seine Gesetzgebungskompetenz für das Recht der Wirtschaft stützen, selbst wenn er neben wirtschaftsbezogenen zugleich kulturelle Zwecke verfolgt. Die Regelungen zur Filmabgabe genügen auch den verfassungsrechtlichen Anforderungen an eine Sonderabgabe mit Finanzierungsfunktion.

» Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts
» Vollständiges Urteil des Bundesverfassungsgerichts

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22.01.2014

AG Kino – Gilde Screenings während der Berlinale

In Vorbereitung unserer AG Kino – Gilde Screenings während der Berlinale, vom 7. bis 14. Februar 2014 im Hackesche Höfe Kino, möchten wir auf folgende Veranstaltungen der AG Kino – Gilde e.V. aufmerksam machen:

Am Samstag, den 8. Februar 2014 findet von 10:00 bis 12:30 Uhr die Mitgliederversammlung im Hackesche Höfe Kino statt. Nur für Mitglieder des Verbandes.

Im Anschluss laden wir um 13:00 Uhr ins Cafe Oxymoron ein, zum gemeinsamen Empfang „Meet the Art-Cinemas“ mit den Verbänden CICAE und MEDIA SALLES. Zutritt nur mit Einladung.

Am Montag, den 10. Februar 2014 bieten wir um 15:00 Uhr im Hackesche Höfe Kino einen Workshop zum digitalen Kinoalltag an. Zugang nach vorheriger Anmeldung.

Am Dienstag, den 11. Februar 2014 ist Tag der offenen Tür in der Geschäftsstelle der AG Kino – Gilde e.V. von 13:00 bis 16:00 Uhr. Zutritt nach vorheriger Anmeldung.

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21.01.2014

Geschäftsstelle wieder erreichbar

Die Kabelstörung im Gebäude ist nun nach mehreren Tagen endlich behoben, wir sind ab sofort wieder wie gewohnt telefonisch und per E-Mail erreichbar. Vielen Dank für Ihre Geduld!

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15.01.2014

Geschäftsstelle aktuell nicht erreichbar

Wegen einer Kabelstörung im Gebäude sind wir voraussichtlich bis Mittwoch, 22. Januar telefonisch nicht erreichbar. E-Mails werden in größeren Abständen abgerufen. Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen, schnellstmöglich wieder am Telefonnetz zu sein.

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08.01.2014

39% Leihmiete – Für eine nachhaltige Kinovielfalt in Deutschland

Mit Blick auf die sich verändernden Bedingungen im digitalen Zeitalter fordert die AG Kino – Gilde e.V. eine grundlegende Anpassung der Geschäftsbedingungen und -praktiken zwischen Kino und Verleih. Kernforderung ist dabei eine Anpassung des durchschnittlichen Leihmietensatzes auf 39%.

Auf Seiten der Kinos steigen die Kosten durch Modernisierungsdruck, digitale Serviceverträge und höhere Investitionsrücklagen ebenso wie durch steigende Energiepreise und Mieten sowie die Ausweitung von Aufgaben bei Logistik und Marketing. Dem gegenüber sparen die Verleiher mit Auslaufen der Hybridphase massiv bei der Produktion der 35mm Kopien. Zahlreiche digitale Projektoren sind bereits jetzt über VPF-Modelle abgezahlt. Der ursprünglich vorgesehene Verleihanteil von 20 Mio. EUR beim Treuhandmodell der FFA wird wahrscheinlich niemals erreicht werden. Es ist indes sogar zu beobachten, dass einzelne Verleiher VPF-Kosten über höhere Leihmieten refinanzieren wollen.

Von den Verleihern ist zu verlangen, dass sie den hohen Qualitätsanspruch, der mit dem DCI-Standard gesetzt wurde auch im Alltag leben. Das fängt bei der Qualität der Festplatten, der Verlässlichkeit der Logistikdienstleister und einer vernünftigen Handhabbarkeit der digitalen Daten im Vorführraum an, geht weiter mit der Bereitstellung der Trailer und Werbematerialien bis hin zur Frage der Belieferung von Landkinos und Nachspielern und demnächst Open Air Kinos.

„Wir wollen die Unabhängigkeit der Filmtheater in Deutschland und die Filmvielfalt erhalten“, so der Vorsitzende Christian Bräuer. „Dafür müssen wir jetzt nachhaltig die Grundlagen für den gemeinsamen Erfolg anpassen!“

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06.01.2014

Online Ticketing im Kino kann kommen!

Ende Dezember haben sich die Kinoverbände mit dem VdF darüber verständigt, wie künftig mit dem Online-Ticketkauf verfahren wird. Nach langen Verhandlungen einigte man sich auf ein Pflichtenheft für Kassensystemhersteller und ein Zertifizierungsverfahren.

Durch den Einsatz standardisierter EDV-Kinokassensysteme kann der Kinobetreiber zukünftig seinen Besuchern eine plattformübergreifende Verkaufsoption für digitale Tickets anbieten, die einen schnellen Zugang zu den Filmvorführungen ermöglicht. Beim Einsatz dieser standardisierten Kinokassensysteme ist eine Ausgabe sogenannter „SPIO-Karten“ zu Zwecken der Abrechnungskontrolle nicht mehr notwendig. Das Pflichtenheft wird noch vom Bundeskartellamt geprüft. Übergangsregelungen bis zur finalen Prüfung der EDV-Kinokassensysteme sollen einen frühzeitigen Umstieg ermöglichen.

Mitglieder, die sich für das Pflichtenheft interessieren, können dieses in der Geschäftsstelle bekommen: kontakt@agkino.de

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