Förderung und Hilfsprogramme

Hier geben wir einen Überblick über die Entwicklungen bei Förderprogrammen:

Maßnahmenvorschläge der AG Kino – Gilde e.V. (23.03.2020)

Als Verband haben wir eine Reihe von konkreten Maßnahmen zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Krise für Kinos formuliert: AGKino_Maßnahmenkatalog Corona-Pandemie-Folgen

 


 

Hilfen auf Bundesebene

Soforthilfeprogramm des Bundes für Kleinunternehmen bis 10 Mitarbeitern (23.03.2020)

Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten. Für dieses Programm stellt der Bund 50 Mrd. Euro zur Verfügung. Es gilt zunächst für 3 Monate. Die Vergabe der Gelder erfolgt über die Bundesländer. (Siehe deshalb auch die Kriterien jeweils unten.)

Mehr dazu hier: Bundesregierung-Soforthilfe-Kleinunternehmen

Zum Verständnis: Es gibt nur ein Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmen bis zu 10 Beschäftigten.
Dieses wird über die Länder ausgereicht. Manche übernehmen es 1:1 wie von der Bundesregierung vorgegeben. Andere legen noch etwas drauf oder nennen andere (höhere) Beschäftigtengrenzen.

 

Weitere Maßnahmen auf Bundesebene:

Steuererleichterungen: Zum Beispiel können Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. zur Körperschaftsteuer auf Antrag ohne allzu strenge Nachweise herabgesetzt werden. Ebenso ist eine Stundung fälliger Steuerforderungn möglich. Finanzämter verzichten dabei auf Stundungszinsen. Bei unmittelbar Betroffenen werde auch vorübergehend von Vollstreckungsmaßnahmen abgesehen. Ebenso können Säumniszuschläge erlassen werden.

 

KFW-Kredite (23.03.2020)

Seit 23.03.2020 übernimmt die KfW für kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und weniger als 50 Mio. euro Umsatz bis zu 90% des Ausfallrisikos für Betriebsmittelkredite zur Sicherung der Liquidität. Zu den Betriebsmitteln zählen insbesondere auch Personal- und Mietkosten.

Mehr dazu unter: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

 

Steuern

Als eine Maßnahme zur Liquiditätssicherung schreibt das Bundeswirtschaftsministerium: „Zu diesem Zweck werden die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet.“ Ein entsprechender Erlass erging an die obersten Finanzbehörden:
BMF-AnFinanzbehörden

Es empfiehlt sich also mit dem Finanzamt Kontakt aufzunehmen.

 

GEMA

Die GEMA hat angekündigt, dass für Lizenznehmer für den Zeitraum, in dem sie ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie-Ausbreitung schließen müssen, alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge ruhen. Es entfallen während dieses Zeitraums die GEMA-Vergütungen. Diese Maßnahme gilt rückwirkend ab 16. März.

Weitere Infos: https://www.gema.de/musiknutzer/coronavirus-kundenunterstuetzung/

Ergänzung von 27.03.2020: Da Bankeinzüge der GEMA-Gebühren im März zum Teil schon in Gang gesetzt waren, wurden nun noch Beiträge abgebucht, die eigentlich ruhen sollten. Die GEMA wird diese zurückerstatten. Die Lizenznehmer (Kinos) müssen nichts tun.

Weitere Infos: https://www.gema.de/musiknutzer/coronavirus-kundenunterstuetzung/hinweis-zu-automatischen-abbuchungen/

 

Unterstützung FFA (19.03.2020)

Zur Abschwächung der akuten Notlage der Filmwirtschaft beschloss das Präsidium am 19.03.2020 folgende Maßnahmen für Kinos:

  • Stundung bestehender Darlehensforderungen (Stichtag 01.03.2020)
  • Stundung offener Abgabezahlungen (Stichtag 01.03.2020)
  • Mahnverfahren werden vorläufig nicht weiterverfolgt
  • unbürokratische und schnelle Auszahlung von bereits bewilligten Fördermitteln, beschleunigte Antragsbearbeitung sowie höhere Vorschüsse auf Förderungen
  • Anerkennung von Eigenleistungen im gesetzlich möglichen Umfang

Diese Maßnahmen sollten unverzüglich in Kraft treten und bis auf Widerruf in Absprache mit dem Präsidium auch in Kraft bleiben. Einer Vorausabzahlung von Referenzmitteln ist leider nicht vorgesehen.

 


 

Förderungen aus den Ländern

Hilfen der Bundesländer

Eine Übersicht mit allen Stellen, die für Corona-Soforthilfen in den Bundesländern zuständig sind finden sich hier:
Übersicht-Stellen-Coronahilfen

 

Baden Württemberg (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: In Baden Württemberg können Unternehmen im Sinne der KMU-Definition der Europäischen Union mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente (VZÄ)) und wirtschaftlich tätige Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 50 Beschäftigten (VZÄ) echte Zuschüsse bei der L-Bank beantragen. (Im Sinne des o.g. Soforthilfeprogramms des Bundes.)

Die Förderung erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses zunächst für drei Monate in Höhe von bis zu

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigen,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigen,
  • 30.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigen.

Antragsstellung: ab 25. März 2020 (abends) unter:
https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

Zum Antragsformular geht es hier:
https://www.bw-soforthilfe.de/Soforthilfe/einreichen

Zum Liquiditätsengpass, der beim Antrag begründet werden muss, hat das Wirtschafsministerium inzwischen präzisiert: Das Privatvermögen muss nicht mehr in die Prüfung eines Corona-bedingten Liquditätsengpasses miteinbezogen werden. Antragssteller müssen nur nachweisen, dass die laufenden betrieblichen Einnahmen nicht ausreichen, um die laufenden betrieblichen Kosten des Unternehmens zu finanzieren. Dies gilt rückwirkend, also auch für Anträge, die bereits in den letzten Tagen eingereicht wurden.

 

Bayern (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Bayern hat derzeit noch ein eigenes Soforthilfeprogramm. Anträge auf Soforthilfe können von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben. Die bayerische Soforthilfe wird bald mit der Bundeshilfe kombiniert und dann aufgestockt.

bis zu 5 Erwerbstätige 5.000 Euro, (bald 9.000 Euro aus Bundesmitteln)
bis zu 10 Erwerbstätige 7.500 Euro, (bald 15.000 Euro aus Bundesmitteln)
bis zu 50 Erwerbstätige 15.000 Euro, (soll aufgestockt werden)
bis zu 250 Erwerbstätige 30.000 Euro. (soll aufgestockt werden)

Alle Informationen finden Sie unter: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Das Antragsformular finden Sie hier: Antrag-Soforthilfe-Bayern
Ein online-Antrag ist in Arbeit.

Achtung: In Bayern muss ein Liquiditätsengpass für die nächsten 3 Monate nachgewiesen und genau berechnet werden. Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden ist, um z. B. laufende Verpflichtungen zu zahlen. Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen. Das heißt, nicht anzurechnen sind z. B. langfristige Alters­versorgung (Aktien, Immobilien, Lebensversicherungen, etc.) oder Mittel, die für den Lebensunterhalt benötigt werden. Dies dürfte durch die Kombination mit dem Bundesprogramm etwas gelockert werden. (Ähnlich wie in Baden Württemberg)

 

Berlin (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Das Land Berlin kombiniert die Soforthilfen des Bundes für Kleinst- und Solounternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern mit einem eigenen Förderprogramm. Für sie gibt es über die Hilfen hinaus 5.000 Euro mehr.

Alle Informationen finden Sie unter:
https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronavirus/corona-liquiditaets-engpaesse.html

Die Anträge können online gestellt werden. Man wird dann in eine Warteschlange aufgenommen. Nachweise zur Liquidität sind nicht erforderlich.

Weitere Informationen des Landes Berlin: https://www.berlin.de/sen/web/corona/#c

 

Brandenburg (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Vorerst werden 7,5 Millionen Euro bereitgestellt, eine Aufstockung des Rettungsschirms auf 500 Millionen Euro soll ab dem 1. April 2020 erfolgen. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten einmalige Zuschüsse, gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen:

bis zu 5 Erwerbstätige: bis zu 9.000 EUR,
bis zu 15 Erwerbstätige: bis zu 15.000 EUR,
bis zu 50 Erwerbstätige: bis zu 30.000 EUR,
bis zu 100 Erwerbstätige: bis zu 60.000 EUR

Mehr Infos unter: https://www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/soforthilfe-corona-brandenburg/

Nachweise zur Liquidität sind nicht erforderlich.

 

Bremen (30.03.2020)

Eigene Soforthilfe des Landes läuft, derzeit aber nur für Antragsteller bis 9 Beschäftigte (5.000 Euro). Anträge für höhere Beträge sollen aber im Lauf von Kalenderwoche 14 zur Verfügung stehen.
Anträge für Soforthilfe des Bundes sollen ab 1. April online zur Verfügung stehen.

Alle Infos zum derzeitigen Stand finden Sie hier:
https://www.bremen-innovativ.de/corona-info-ticker-fuer-unternehmen/

Mehr Informationen unter der BAB-Hotline: 0421/9600 – 333 und per Email unter task-force@bab-bremen.de

 

Hamburg (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen und Unternehmen der Landwirtschaft mit bis zu 250 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent), Solo-Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe sowie Künstler und Kulturschaffende. Das Hamburger Programm stockt das Bundesprogramm zum Teil noch auf.

Die Zuschüsse werden zur Überwindung eines existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass gewährt, der durch die Corona-Krise nach dem 11. März 2020 entstanden ist, weil:
– mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 11. März durch die Krise weggefallen sind
und/oder
– ein Umsatz- bzw. Honorarrückgang im laufenden und/oder zurückliegenden Monat von mindestens 50 Prozent verglichen mit dem Umsatz der gleichen Monate im Vorjahr (bei Neugründungen im Vergleich zu den Vormonat) vorliegt und/oder
– die Umsatzerzielungsmöglichkeiten durch die Corona-Allgemeinverfügungen massiv eingeschränkt wurden.

Alle weiteren Informationen: https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs

 

Hessen (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Dieses wird in Hessen über das Regierungspräsidium Kassel abgewickelt. Alle Infos und auch der Link zum Antragsverfahren unter folgendem Link: https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe

Es müssen zahlreiche Unterlagen vorbereitet werden. Ein Nachweis zum Liquiditätsengpass ist allerdings nicht nötig. Folgendes wird vorausgesetzt:

– ein großer Teil der Aufträge, die vor dem 11. März vorlagen, sind durch die Krise weggefallen oder
– Ihr Umsatz in diesem März im Vergleich zum Februar oder März 2019 um mindestens die Hälfte eingebrochen ist
und / oder
– eine behördliche Auflage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Ihre geschäftliche Tätigkeit massiv eingeschränkt hat
oder
– Ihre liquiden Mittel nicht ausreichen, um kurzfristige Verbindlichkeiten wie Mieten für Geschäftsräume oder Leasingraten für Ihre Betriebsausstattung zu zahlen.

Förderkredite: Davon profitieren kleine Unternehmen und Freiberufler mit bis zu 25 Mitarbeitern und 5 Mio. Euro Jahresumsatz. Diese erhalten Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Es sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Die Kredite stammen aus dem Förderprogramm Kapital für Kleinunternehmen (KfK).
Kleine und mittlere Unternehmen erhalten außerdem aus Förderprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW) Betriebsmittelkredite.
Bürgschaften: Es gibt unter anderem Expressbürgschaften für Kredite bis zu 300.000 Euro, die mit einer Bürgschaftsquote von 60 Prozent besichert und bei Erfüllung aller Kriterien besonders schnell erteilt werden. Hessen übernimmt zudem Landesbürgschaften.

Infos gibt es bei der Hessische Landesregierung, E-Mail: buergertelefon@stk.hessen.de und bei der Bürgschaftsbank Hessen: 0611/150777.

 

Mecklenburg-Vorpommern (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Das Land setzt das Bundesprogramm 1:1 um. Alle Infos und Anträge finden sich hier:
https://www.lfi-mv.de/foerderungen/corona-soforthilfe/

Achtung: Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist. Antragstellende Unternehmen dürfen sich nicht bereits am 31.12.2019 in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben.

 

NRW (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Alle Infos und den Online-Antrag finden Sie hier:
https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

In NRW wird ein Finanzierungsengpass angenommen wenn:
– mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Corona-Krise weggefallen ist (d.h. sich das Volumen des Auftragsbestandes mehr als halbiert hat)
oder
– die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als halbiert sind (für einen noch im März gestellten Antrag werden die Umsätze im Monat März 2020 gegenüber dem Monat März 2019 zugrunde gelegt. Wird der Antrag im April 2020 gestellt, ist der Vergleichsmonat April 2019. Kann der Vorjahresmonat nicht herangezogen werden (z.B. bei Gründungen), gilt der Vormonat.
oder
– die Möglichkeiten den Umsatz zu erzielen durch eine behördliche Auflage im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie massiv eingeschränkt wurden
oder
– die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass)

 

Niedersachsen (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Alle Infos und den Online-Antrag finden Sie hier:
https://www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/Niedersachsen-Soforthilfe-Corona/index.jsp

Kleine gewerbliche Unternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der freien Berufe (bis 49 Beschäftigte, bis 10 Millionen Euro Jahresumsatz oder 10 Millionen Euro Jahresbilanzsumme) mit einer Betriebsstätte in Niedersachsen, die sich in einer existenzbedrohlichen Wirtschaftslage befinden und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Diese liegt vor, wenn
– sich für den Monat, in dem der Antrag gestellt wird, ein Umsatz- bzw. Honorarrückgang von mindestens 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr ergibt (Rechenbeispiel: durchschnittlicher Umsatz Januar bis März 2019: 10.000 Euro; aktueller Umsatz März 2020: 5.000 Euro)
und/oder
der Betrieb auf behördliche Anordnung wegen der Corona-Krise geschlossen wurde
und/oder
die vorhandenen liquiden Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem fortlaufenden betrieblichen Sach- und Finanzaufwand des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).

 

Rheinland-Pfalz (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Alle Infos und den Online-Antrag finden Sie hier:
https://mwvlw.rlp.de/de/themen/corona/

Achtung: Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen.
Es ist also ein Liquiditätsplan notwenig. Ein Engpass wird nicht automatisch auf Grund behördlicher Schließung angenommen.

Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten werden vom Bundesprogramm nicht erfasst.
Betrieben mit 11 bis 30 Beschäftigten bietet das Land Rheinland-Pfalz ein Sofort-Darlehen mit Zuschusskomponente an. Das Darlehen umfasst bis zu 30.000 Euro, hinzu kommt ein Zuschuss über 30 Prozent der Darlehenssumme. Das sind maximal 39.000 Euro. Das Darlehen kann über die Hausbank beantragt werden.

 

Saarland (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Alle Infos finden Sie hier:
https://www.saarland.de/254842.htm

Das Antragsformular finden Sie hier:
https://www.saarland.de/dokumente/res_wirtschaft/Antrag_Soforthilfe.pdf


Sachsen-Anhalt (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Alle Infos und den online-Antrag finden Sie hier:
https://mw.sachsen-anhalt.de/media/coronavirus/wirtschaft/sofortprogramm/#c236268

Antragstellung bis zum 31.05.2020.

 

Sachsen (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Alle Infos und den Online-Antrag finden Sie hier:https://www.sab.sachsen.de/förderprogramme/sie-benötigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/soforthilfe-zuschuss-bund.jsp

Weiteres Programm der sächsischen Aufbaubank: “Sachsen hilft sofort“: Mit diesem Soforthilfe-Darlehen werden Einzelunternehmer (Solo-Selbstständige), Kleinstunternehmer und Freiberufler unterstützt, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind.

  • zinsfreies Sofortdarlehen, das drei Jahre lang nicht zurückgezahlt werden muss
  • wirtschaftlich gesunde Solo-Selbstständige, Kleinstunternehmer und Freiberufler
  • von 5.000 Euro bis 50.000 Euro für zunächst vier Monate. In begründeten Ausnahmefällen auf bis zu 100.000 Euro aufstockbar

Antragsstellung ab sofort unter: https://www.sab.sachsen.de/förderprogramme/sie-benötigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/sachsen-hilft-sofort.jsp#program_news

 

Schleswig-Holstein (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm:Alle Infos und den online-Antrag finden Sie hier:
https://www.ib-sh.de/produkt/corona-soforthilfe-programm/

Gefördert wird Liquidität, um laufende Betriebsausgaben wie z. B. Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten für die nächsten 3 Monate zu überbrücken. Ein Liquiditätsnachweis scheint nicht gefordert.

 

Thüringen (30.03.2020)

Soforthilfeprogramm: Alle Infos und den online-Antrag finden Sie hier:
https://aufbaubank.de/Foerderprogramme/Soforthilfe-Corona-2020#foerderzweck

Die Leistungen werden zur Abwendung von Schäden durch die Corona-Pandemie gewährt. Ein Liquiditätsnachweis ist bislang nicht erforderlich. Der Schaden muss aber dargelegt werden.

 


2. Hilfen der Filmförderungen der Länder

Baden Württemberg (27.03.2020)

Jedes Kino, das im Jahr 2019 einen Kinopreis der MFG bekommen hat, erhält eine nachträgliche Erhöhung von 5.000 Euro. Zudem verzichtet die MFG in 2020 ersatzlos auf alle Rückzahlungen aus Kinoinnovationsdarlehen von hiesigen Kinos.

Die zusätzlichen 5.000 Euro aus der Erhöhung der Kinopreise 2019 können die jeweiligen Kinos ab sofort bei der MFG mit einem formlosen Antrag abrufen. Ansprechpartner bei der MFG Baden-Württemberg für die Erhöhung der Kinopreise ist das Förderteam Kino/Verleih unter der Leitung von Maria Gomez (gomez@mfg.de).

Der Verzicht der MFG auf Rückzahlungen aus Kinoinnovationsdarlehen in 2020 muss von den Kinos ebenfalls formlos beantragt werden. Dieser Verzicht erfolgt im Rahmen der sog. De-Minimis-Regelung der EU für Kleinbeihilfen. Bei den zinsfreien Kinoinnovationsdarlehen handelt es sich um eine Investitionshilfe der MFG für Kinos, die in ihre Infrastruktur, z. B. in erforderliche Technologien, investieren wollen. Sie erhalten ein Darlehen bis maximal 50.000 Euro, das regulär in einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren zurückgezahlt werden muss.

Weitere Informationen: https://www.mfg.de/

 

Berlin/Brandenburg

Das Medienboard Berlin-Brandenburg hat ein Nothilfeprogramm beschlossen, das sofort wirksam ist:
Die diesjährigen Kinoprogrammpreisprämien werden auf ca. 1,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Die Prämien werden dementsprechend erhöht. Zusätzlich erhalten alle Kinos aus Berlin und Brandenburg, die sich für die MBB-Kinoprogrammpreise 2020 beworben haben, eine Soforthilfe in Höhe von 10.000 Euro.
Für Kinos, die einen Kinoprogrammpreis erhalten, wird die Soforthilfe zu 50% auf den Preis angerechnet.
Insgesamt haben sich 61 Kinos beworben, 39 aus Berlin und 22 aus Brandenburg. Die Kinobetreiber*innen werden umgehend vom Medienboard kontaktiert. Das Geld kann sofort danach abgerufen werden.

 

NRW

Kinos in NRW, die in 2019 einen Kinoprogrammpreis erhalten haben, können über die Filmstiftung eine Aufstockung von einmalig 5.000 Euro beantragen. Die Zusatzprämie ist mit einem formlosen Antrag sofort abrufbar. Ansprechpartnerin ist die zuständige Förderreferentin Britta Lengowski (brittalengowski@filmstiftung.de).

 

Schleswig Holstein

Vereinfachte Einreichung für den Kinoprogrammpreis Schleswig-Holstein
Bis zum 31. März 2020 können sich Kinobetreiber*innen für den Kinoprogrammpreis Schleswig-Holstein 2020 bewerben. Das Antragsverfahren wird nun durch die aktuelle Situation vereinfacht.

Es ist nur noch das Formblatt „Deckblatt zur Einreichung für den Kinopreis Schleswig-Holstein 2020 für das Programmjahr 2019“ auszufüllen und der Filmwerkstatt der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein in einfacher Ausfertigung unterschrieben zuzusenden. Alle bisher bei der Filmwerkstatt eingegangenen Einreichungen müssen natürlich nicht erneut gestellt werden. Sie sind bereits als erfolgreich eingereicht vermerkt.

Das Formular und Informationen zum Kinopreis:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/P/preiseWettbewerbe/kinopreisSH.html